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Rondo treibt Kraftwerksprojekt in Frastanz voran

Projektvorstellung auf Einladung der REGIO im Walgau

PRESSEINFORMATION
Frastanz/Schlins, 12.03.2026

Rondo treibt Kraftwerksprojekt in Frastanz voran
Projektvorstellung auf Einladung der REGIO im Walgau

Auf Einladung der REGIO im Walgau informierte die Rondo Ganahl Aktiengesellschaft als Antragstellerin der geplanten Kraftwerksanlage am 12. März 2026 umfassend über den aktuellen Projektstand. Im Rahmen dieses Austausches im Sitzungssaal des Gemeindeamtes in Schlins wurden den Bürgermeistern der 14 Mitgliedsgemeinden von REGIO im Walgau sämtliche Details zum Vorhaben dargelegt sowie aktuelle Fragen und Bedenken aus der Bevölkerung aufgegriffen.
 

Unabhängigere Energieversorgung für langfristige Standortsicherung
Rondo treibt am Stammsitz in Frastanz ein zukunftsweisendes Energieprojekt voran und plant den Bau eines neuen Kraftwerks. Mit diesem Vorhaben verfolgt das Unternehmen das Ziel, seine Energieversorgung langfristig unabhängiger von fossilen Energieträgern zu machen, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Frastanz zu stärken, Arbeitsplätze nachhaltig abzusichern und seine strategische Ausrichtung auf Kreislaufwirtschaft konsequent weiterzuverfolgen.

Für die Papierproduktion wird derzeit noch in hohem Maße Erdgas benötigt. Durch das geplante neue Kraftwerk kann der Erdgasbedarf am Standort Frastanz um rund 90 Prozent reduziert werden – das entspricht etwa sieben Prozent des gesamten Gasverbrauchs in Vorarlberg. Damit leistet das Projekt einen wesentlichen Einzelbeitrag zur Verringerung fossiler Abhängigkeiten im Bundesland. Zusätzlich ist vorgesehen, die anfallende Abwärme regional zu nutzen; unter anderem ist die zukünftige Wärmeversorgung der Brauerei bereits fix eingeplant.

Das geplante Kraftwerk ist Teil der langfristigen Rondo-Unternehmensstrategie, die seit Jahrzehnten auf Ressourceneffizienz und Kreislaufwirtschaft ausgerichtet ist. Durch die Nutzung eigener Reststoffe als Energieträger soll der Papier-Recycling-Kreislauf innerhalb der Unternehmensgruppe weiter geschlossen werden. Mit einer Investition von mehr als 110 Millionen Euro ist das Projekt die größte Zukunftsinvestition in der Geschichte des Familienunternehmens und ein zentraler Schritt auf dem Weg zu mehr Energieautonomie am Standort Frastanz.
 

Bedeutender Wirtschaftsfaktor in der REGIO im Walgau
Mit rund 450 Mitarbeitenden in Frastanz ist Rondo ein bedeutender Wirtschaftsfaktor in der Region. Für die Mitgliedsgemeinden der REGIO im Walgau ist das Kraftwerk-Projekt daher ebenfalls von großer Bedeutung.

Am 12. März 2026 lud der Verein das Unternehmen zu einer Projektvorstellung ins Gemeindeamt nach Schlins, bei dem zunächst alle Details und der aktuelle Stand des Vorhabens dargelegt wurden. Im Anschluss wurden die Fragen der Bürgermeister der 14 Mitgliedsgemeinden faktenbasiert und offen beantwortet.

“Wir nehmen die Anregungen der Anwohnerinnen und Anwohner der Nachbargemeinden zu unserem Kraftwerksprojekt sehr ernst. Daher sind wir der Einladung von REGIO im Walgau – wie bereits anderen Einladungen auch – zu diesem Austausch sehr gern nachgekommen, um den Bürgermeistern der Region stellvertretend für ihre Gemeindebürger einen aktuellen Stand des Projekts darzulegen und alle Fragen faktenbasiert und im direkten Gespräch zu beantworten”, so Hubert Marte, Vorstandsvorsitzender der Rondo Ganahl Aktiengesellschaft.
 

Antworten auf zentrale Fragen aus der Bevölkerung

Stand der Umweltverträglichkeitsprüfung

Rondo hat sich bewusst für ein freiwilliges Umweltverträglichkeitsprüfungs-Verfahren (UVP) entschieden, um mögliche Auswirkungen des Projekts transparent und umfassend prüfen zu lassen. Die UVP stellt sicher, dass Umwelt-, Natur- und Anrainerinteressen frühzeitig berücksichtigt werden. Die Projektparameter wurden nach den Möglichkeiten innerhalb eines UVP-Verfahrens angepasst.

Der UVP-Antrag wurde am 24. Oktober 2025 eingereicht. Nach der öffentlichen Auflage der Unterlagen wird ein Umweltverträglichkeitsgutachten erstellt, das ebenfalls öffentlich eingesehen werden kann. Anschließend ist eine mündliche Verhandlung vorgesehen. Mit einer Entscheidung wird Ende 2026 gerechnet.
 

Standortwahl

Die Standortwahl orientiert sich am größten Energieverbraucher, der Papiermaschine, da Energieerzeugung und -nutzung aus technischen und energetischen Gründen unmittelbar zusammenhängen. Die eingereichten Unterlagen zeigen, dass vom Vorhaben keine unvertretbaren nachteiligen Auswirkungen ausgehen. Vergleichbare Anlagen werden europaweit auch in unmittelbarer Nähe sensibler Einzugsgebiete betrieben. Bei solchen Anlagen werden modernste Filteranlagen installiert und kontinuierliche Emissionsüberwachungen sorgen für Transparenz und Sicherheit.
 

Wetterlagen und Brennstoffbedarf

Inversionswetterlagen werden in den Berechnungen berücksichtigt. Dafür kommt ein in Behördenverfahren anerkanntes Ausbreitungsmodell für windschwache Wetterlagen zum Einsatz. Die neue Gasleitung ist auf seltene Leistungsspitzen des Reservekessels ausgelegt. Der Brennstoffbedarf im Normalbetrieb liegt mit rund 82.000 Tonnen pro Jahr auf dem Niveau früherer Planungen, die beantragte Maximalmenge von 122.000 Tonnen pro Jahr dient als konservative technische Obergrenze.
 

Grundwasser

Dem Schutz des Grundwassers gilt besonderes Augenmerk: Das Bauwerk wird – wie bereits beim bestehenden Hochregallager – nach dem bewährten Prinzip der „Weißen Wanne“ wasserundurchlässig ausgeführt. Eine Gefährdung des Schutzguts Grundwasser ist nach dem Stand der Technik nicht zu erwarten.
 

Mit dem Kraftwerk-Projekt setzt Rondo ein klares Zeichen für regionale Verantwortung, Versorgungssicherheit und eine nachhaltige industrielle Zukunft in Vorarlberg – insbesondere für den Standort Frastanz sowie für die hier und in der umliegenden Region beschäftigten Mitarbeitenden.

 

Über Rondo
Die Rondo Ganahl AG mit Stammsitz in Frastanz (Vorarlberg, Österreich) ist spezialisiert auf die Produktion individueller Außenverpackungen aus Wellpappe und maßgeschneiderter Innenverpackungen aus Faserguss, die Herstellung von Wellpappe-Rohpapieren sowie die Altpapier-Verwertung. Die Wurzeln des modernen Industriebetriebes in Familienbesitz reichen bis ins Jahr 1797 zurück. An mehreren Standorten in Österreich (Vorarlberg, Steiermark und Tirol) und Rumänien (Apahida/Cluj, Târgoviște und Sibiu) sowie je einem Werk in Deutschland und Ungarn beschäftigt Rondo heute mehr als 1.800 Mitarbeitende. Das Unternehmen fördert den schonenden Umgang mit Ressourcen und schließt den Recyclingkreislauf innerhalb der Unternehmensgruppe.

 

Bildunterschrift
Visualisierung des neuen Reststoffkraftwerks bei Rondo in Frastanz zur Erzeugung von thermischer Energie.

Presseinformation 12. März 2026: Projektvorstellung auf Einladung der REGIO im Walgau